Neu entdeckt

Meine neuste „Entdeckung“ ist die super, schön violett blühende Haferwurzel. Ich war auf der Suche nach altem Gemüse, dass auch noch optisch etwas zu bieten hat. Bei Gartenrot.com wurde ich endlich fündig, hier noch ein Link direkt zum Saatgut.

Die Haferwurzel, wird auch Purpur-Bocksbart genannt, wegen ihrer verblühten Zungenblüten, die an einen Geißbart erinnern.

‚Tragopogon porrifolius‘ heißt sie im Botanischen. Es gibt noch einen gelb blühenden Bruder zu ihr, der Wiesen-Bocksbart oder auch ‚Tragopogon parentsis‘, seine Wurzeln sollen etwas süßer schmecken.

Pupur-Bocksbart wird zwar im April, bzw. ab April gesät und dann ab Oktober geerntet. Ich bin zwar ein wenig spät dran, aber die Austern-Wurzeln, wie sie im Englischen auch genannt werden, schmecken nach dem Frost etwas süßer. Und überhaupt ist sie den ganzen Winter über ernte bar, solange der Boden nicht gefroren ist.

Die Wurzel ist vielseitig verwendbar. Manche essen sie als Beilage, z.B. zu Fisch.

Aber auch solo, gegart und zu einer Cremèsuppe püriert, soll die Wurzel, der fast vergessenen Wunderpflanze, exquisit schmecken.

Die Wurzel, wird am Besten ungeschält ca. 15 Minuten gegart und kann dann sogar mit Haut verzehrt oder immer noch geschält und zur Gemüsebeilage weiter verarbeitet werden.

Vielleicht kennt ihr Schwarzwurzeln (schmecken aber intensiv-nussig), so ist dieses Gemüse auch in der Handhabung -im Ofen garen geht auch.

Wie alles was in unserer Erde steckt, hat auch die Haferwurzel viele Vitamine (C, B1, B2, „A“).

Wie die Artischocke, ist auch der Purpur-Bocksbart, gut für Diabetiker geeignet. Denn als Korbblütler enthalten Beide das Kohlenhydrat Inulin. Die Schleimstoffe in der Austern-Wurzel sind besonders für Magenkranke bekömmlich.

Die Haferwurzel roh, bevorzugt nur mit Handschuhen schälen oder am Besten gleich unter Wasser, wegen der Gerbstoffe färbt sie alles rot. Durch sofortiges Einlegen, beim Schälen, in einen Sud aus Essig, sowie anschließendes Kochen in Wasser mit Mehl (10%), Salz und ein Spritzer Zitronensaft, sollen die Wurzeln weiß bleiben.

Leider kann ich Euch erst im Herbst berichten, wie die Wurzel schmeckt.

Im Frühjahr können, die jungen Triebe der Pflanze wie Spargel zubereitet werden, und die Blüten könnt Ihr zum „pimpen“ eures Salates benutzen.

Ich werde einen Teil der Saat, in meine vorhandene Mischkultur einbauen und einen anderen Teil, werde ich als Zierpflanze in die Rabatte säen. Haferwurzeln wachsen sehr langsam, es empfiehlt sich eine Makiersaat, mit z.B. Radieschen oder Gartenkresse. Aber ich muss sagen meine Schwarzwurzel *, die in der Entwicklung dem Purpur-Bocksbart ähneln soll, hat auch nicht all zu lange auf sich warten lassen. Übrigens Beide sehen anfangs eher, wie kleine Grasbüschel aus.

Im zweiten Jahr, wird sie erblühen und danach mutiert sie zur „Mega-Pusteblume“ (ist aber Keine!), darauf freue ich mich schon.

Und mein „naturfremder“ Garten-Nachbar bestimmt auch.;D

Herzliche, Grüne Grüße

Eure MION

*Anmerkung: Meine Schwarzwurzel hat es bisher nicht über den Winter gepackt und ist im Gemüsebeet einfach verschwunden.

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