Rassismus

Definition Rassismus

Rassismus ist die Ansicht, dass MENSCHEN einer bestimmten Rasse weniger wert sind als andere und dass ihre soziale und politische  Unterdrückung deshalb gerechtfertigt ist.

So lautet die allgemeine Definition, wenn man Rassismus, in eine Suchmaschine eingibt.

Der MENSCH!

Der MENSCH spielt Gott und entscheidet, wer es Wert ist respektiert und akzeptiert zu werden. Wer ist dieser MENSCH?

Ein ‚mensch‘ war Adolf Hitler! Was er getan hat war grausam. Jeder wusste es und doch folgten ihm so viele MENSCHEN.

Warum folgten ihm so viele MENSCHEN?

Massenmanipulation

Manipulation war wohl eines dieser Werkzeuge mit dem Hitler und seine Partei, die MENSCHEN, in die von ihm gewollte Richtung, lenkten.

Manipulation bedeutet, dass sich jemand durch geschicktes, schlaues Vorgehen einen Vorteil verschafft.

Kein MENSCH ist dumm oder möchte als dessen gesehen werden.

Die Herde

Der MENSCH ist schlau, aber faul und ängstlich, er versucht stets, mit kleinst möglichem Einsatz, das Beste für sich aus jeder Situation herauszuholen. Wenn MENSCH dies instinktiv nicht tun würde, wäre die Rasse MENSCH schon längst ausgestorben.

Natürlich gibt es Ausnahmen, keiner möchte sich hier angesprochen fühlen. Aber in jedem von uns steckt ein Neandertaler.

Der MENSCH ist ein Herden Tier. In der Herde fühlt man sich geschützt und stark. Stets folgt ein Schaf den anderen Schafen. Ein Schäferhund, hält die Herde im Zaum. Alle haben Angst vor dem Hund und fürchten nur diesen. Wer aber beachtet den Schäfer, der dem Hund die Befehle erteilt?

Was versprachen sich die MENSCHEN davon, einer Nationalsozialistischen Partei zu folgen?

Welchen Vorteil sahen sie darin?

Der Einsatz war gering, nur ein Kreuz auf dem Papier und schon sollte alles besser werden!

Wer glaubt das heute noch??

Haben doch scheinbar ALLE aus dem Versagen, der MENSCHLICHEN Urteilskraft gelernt!

Wirklich?

Leider NEIN!

Was hat dies mit Unkraut zu tun?

Unkraut-Rassismus

Ich war die letzten zwei Tage, damit beschäftigt, den Schotterweg vor unserem Garten in einen halbwegs, „unkrautfreien“ Zustand zu versetzen. Was mir, wie soll es auch anders sein, nur zum Teil gelang. Es handelte sich um ein wunderbares Wurzelunkraut -Quecke. Ich habe nun Schwielen an den Händen daneben Rückenschmerzen indessen nur, weil ein MENSCH entschieden hat, dass Unkraut minderwertig ist und im Garten nichts zu suchen hat.

Der Schotterweg sah um einiges besser aus, bevor ich ihn halb umgrub, um die kleinen kaum sichtbaren Grasoden zu entfernen.Was hat eigentlich ein Schotterweg in einer Gartenanlage zu suchen? Wieso muss ich auf Betonsplitt zu meinem Garten laufen, welcher MENSCH hatte diese glorreiche Idee? Kleingarten-Anlagen in Berlin haben, ganz mondän, Rasenwege. Sehr einfach für Jedermann zu pflegen. Ab und an mal drüber Mähen- fertig- und es ist schön grün! Jedem Gärtner in meiner Anlage, droht eine Abmahnung oder Kündigung seines Gartens, wenn er sich nicht an die Regeln hält.

Gestern beobachtete ich ein paar Gärten weiter, ein Gartenmitglied, einen MENSCHEN, welcher mit einer großen Sprühflasche und Sorgfalt, eine Flüssigkeit auf dem Schotterweg, vor seinem Garten, ausbrachte.

War es eine Jauche, ein Kaltauszug, Salzlösung, Essiglösung, Herbizid, was er auf den Splitt und das darauf befindliche Unkraut, sprühte? Möchte ich doch nichts unterstellen. Aber ferner, kann man hier Eins und Eins zusammen zählen. Ich denke die ersten beiden Möglichkeiten kann man ausschließen, bin ich doch mitunter die Einzige, in meiner Anlage, die zu ihrem Unkraut steht und es nur schweren Herzens, mit mühsamer Handarbeit, entfernt.

Tja, dieser MENSCH, wird keine Schwielen an den Händen oder Rückschmerzen haben. Schlau!? Er hat es sich einfach gemacht, zudem mit seinem Unkrautvernichter „gecheatet“. Cheaten ist der englische Ausdruck, in Computerspielen, für Schwindel oder Betrug. Fakt ist, er denkt er tut Gutes und verschafft sich einen imaginären Vorteil, durch das beschei*en mit Herbiziden. Hitler lies Juden vergasen, weil sie ihn störten. Mord ist eine Straftat!

Gifte auf (Geh)-Wege zu sprühen ist verboten. Dazu gehört auch Salz und Ähnliches. Es ist definitiv Umweltverschmutzung, schädigt unser Grundwasser, kontaminiert Schuhe und Pfoten und ist höchst gesundheitsschädlich für Mensch und Tier. Zugleich eine Zuwiderhandlung, die mit hohen Geldbusen abgegolten wird. Welche Executive überprüft dies in den Kleingarten-Anlagen, in welcher solche fiktiven Frevel zur Tagesordnung gehören?

Pro Unkraut

Ich bin kein Unkraut-Rassist und entferne, deshalb Unkraut nur aus drei Gründen: Regeln, Essen oder wenn es seine Zeit als Platzhalter für eine neue Pflanze erfüllt hat.

Jedes Unkraut sei es auch ideell noch so unnötig, hässlich, stachelig, stinkend oder aufdringlich schützt den Boden, außerdem dienen die Blüten den Bienen als Nektarquelle, nach strengen, langen Winter oder im berüchtigten Sommerloch.

Der Boden sollte niemals, lange Zeit brach liegen. Der Wind, der Regen und die Sonne tragen dazu bei, dass der fruchtbare Boden abgetragen wird. Dies nennt man Erosion.

Wer trotz all dem sein Unkraut entfernen möchte oder muss, selbstverständlich in harter Handarbeit, sollte danach den  Boden schützen -ausgenommen Schotterwege- indem er Gründüngung (Senf , ErbsePhacelia, Klee, Calendula) sät oder den Boden, z. B. mit Falllaub oder getrocknetem Rasenschnitt, abdeckt. Mulchen ist das A und O.

Damit ist nicht, das Abdecken des Bodens mit Rindenmulch gemeint -dieser entzieht dem Boden, beim Verrotten, Nährstoffe – sondern mit Pflanzenmaterialien, die dem Boden beim Zersetzen, Nährstoffe zu führen. Ihr könnt auch an sonnigen Tagen, euer Unkraut, nach dem Entfernen, als Mulchdecke auf dem Beet oder der Balkongärtner, im Topf, liegen lassen. Wer Unkraut dennoch fürchtet, entfernt es am Besten vor der Blüte und kompostiert es, wenn er sich traut. 😉

Zu guter Letzt…

… die Definition von Unkraut:

Pflanzen, die  von Menschen nicht gewünscht sind, aber dennoch da wachsen, wo man Nutzpflanzen oder Zierpflanzen angebaut hat.

Seht ihr die Verbindung zum Rassismus?

Unkraut ist ein Kompliment an den Gärtner, der Garten ist fruchtbar ferner ist genug für alle da! Von Gift und Mord keine Spur!?

Dieses zauberhafte Gedicht, zum Thema, darf ich mit meinem Dank und der Empfehlung von Dieter Leibold posten, hier geht es zum Original.

Kraut

Steh hier am Wegesrand
keiner nach mir schaut
bin einfach nur Kraut.

Werd ich im Vorgarten erblickt
jeder Gärtner starr erschrickt
augenblicklich ganz beflissen
panikartig ausgerissen
zum Unkraut ernannt
auf Ewig verbannt.

Endlich, endlich,
ein liebevolles Gesicht mich schaut
das hab ich so vermisst
doch man sieht wiederum nur das Kraut
und die Kuh mich frisst.

 

© Dieter Leibold

 

Mehr Liebe für das Kraut! Ich habe es zum Fressen gern! 😉

Grüne Grüße

Mion

Rassismus 1.jpg

 

34 Kommentare Gib deinen ab

  1. Rita sagt:

    Hallo Mion, Ich schließe mich an die Kommentare der anderen, an, das ist ein sehr guter und ehrlicher Bericht.Auch zum Nachdenken.

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    1. Mion sagt:

      Danke! ❤

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  2. dagehtwas sagt:

    In dem Text stecken deine geschundenen Hände und dein schmerzender Rücken 🙂 sehr schön! Jeden Splittstein hört man raus.
    Und zum Glück 🙂 erschrickt nicht jeder Gärtner starr, wenn er „Unkraut“ sieht.
    Im „Unkraut“herzen mit dir verbunden! 🙂

    Gefällt 1 Person

    1. Mion sagt:

      Danke für deine Anteilnahme… 🙂
      Ich fühle mich nicht mehr alleine dank meiner Unkraut-Community!
      Da tut der Rücken nur noch halb so weh…geteiltes Leid ist halbes Leid…
      Grüne Grüße vom geschundene Unkraut-Herz zurück ❤

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  3. Ilaina sagt:

    Wer sagt, dass Rassismus sich nur auf andere Menschen beschränkt? Wir sind alle Lebewesen. Pflanzen, Tiere, Menschen und somit eine Einheit in dieser Welt. Wir sollten in Frieden miteinander leben.

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    1. Mion sagt:

      Wie ist deine Frage gemeint?
      Ich plädiere für weniger drastische Maßnahmen in der Kleingartenanlage und stehe alleine da…
      Alle folgen der Gruppe, der Masse! Gruppenzwang! Wir leben in Frieden miteinander. In Imaginärem.
      Wir sollten nicht unsere Energie verschwenden, die Natur (Tiere und Pflanzen, Gewässer) vor unserer Haustür zu schänden, wenn sie uns in erster Linie der Ernährung und Gesundheit dient.

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      1. Ilaina sagt:

        Die Frage ist rein rhetorisch.

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      2. Mion sagt:

        ;D Verzeihung…

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      3. Ilaina sagt:

        Keine Ursache 😀

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  4. Mona sagt:

    Ich sage: „Ich mag die Wiese – die schönen Kräuter und Blumen…“
    Der Nachbar: „Der ganze Rasen ist voller Unkraut und Moos – das muss weg!“

    Sehr schöner Artikel!

    LG
    Mona

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    1. Mion sagt:

      Ja liebe Mona, so ist unsere Realität.
      Dem Betrübten ist jede Blume ein Unkraut, dem Fröhlichen jedes Kraut eine Blume!
      Bleib standhaft! Sie werden nie verstehen, diese Rassisten! 😉

      Danke für die Blumen!

      Grüne Grüße
      Mion

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  5. Es gibt nicht viel anzufügen, es ist ein schöner Bericht der nachdenklich macht.

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    1. Mion sagt:

      Danke…*sprachlos*

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  6. gartenkuss sagt:

    Das finde ich sehr schön geschrieben mit viel Liebe zum Grün. Dein Vergleich gefällt mir, denn leider endet die friedfertige Haltung manches Menschen vor der eigenen Gartentür im Umgang mit der anvertrauten Natur. Ich wünsche mir so sehr mehr Achtsamkeit und Herz 🐝🐞🐛🐝🐝. LG von gartenkuss 🙋💚

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    1. Mion sagt:

      Danke…*bin immer noch sprachlos*

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  7. Flowermaid sagt:

    Ein unglaublich schöner Beitrag der so vielschichtig ist wie unser Erdreich und die Menschlichkeit… ⭐

    Gefällt 3 Personen

    1. Mion sagt:

      Danke…*bin wirklich sehr sprachlos, mit soviel positiver Resonanz, habe ich nicht gerechnet*

      Gefällt 1 Person

      1. Flowermaid sagt:

        Warum… du bist bei dir und im Naturgeschehen ⭐

        Gefällt 2 Personen

      2. Mion sagt:

        Mut wird doch belohnt! * 🙂

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      3. Flowermaid sagt:

        … kenne ich und das ist die Antwort auf ein ehrliches Gefūhl… ❣

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  8. Arabella sagt:

    All dem was du so klar aussprichst stimme ich zu.

    Beste Grüße

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    1. Mion sagt:

      Danke, dass du zu mir und Unkraut stehst!
      Schönes Wochenende und Grüne Grüße
      Mion

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  9. teggytiggs sagt:

    …ein toller Text, weise und informativ…ich freue mich über mein Unkraut im Garten, denn alles landet bei mir als mulchdecke auf den Beeten…so sind meine Wege mit Weißklee bewachsen, den ich immer wieder abernte, um damit zu mulchen, das mache ich aber auch mit Löwenzahn, wenn ich ihn nicht esse und mit allen anderen Kräutern…zwischen allem lasse ich wahlweise auch Pflanzen stehen, um zu sehen, wie sie wachsen und blühen, so hat sich gerade eine große Diestel angesiedelt, die bleiben darf…und so manche wilde Karde darf auch bleiben…

    liebe Grüße

    Gefällt 4 Personen

    1. Mion sagt:

      Wunderbar, das klingt wie Musik in meinen Ohren.

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    2. Mion sagt:

      Und danke für deinen positiven Zuspruch! Das ehrt mich sehr!

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  10. finbarsgift sagt:

    Mit groooooßem Interesse gelesen!
    Interessant auch, deine Vergleiche…

    Hab einen schönen Rest des Tages, LG vom Lu

    Gefällt 5 Personen

    1. Mion sagt:

      Danke, dir auch einen schönen Abend.

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    2. Mion sagt:

      *freu mich sehr* das es gefallen hat, find kaum Worte….ICH!

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  11. pflanzwas sagt:

    Da hast du wahre Worte gesprochen !!! Schon bevor du sie erwähntest, mußte ich an Schafe denken. Wir sind in der Tat Herdentiere, was nicht immer von Vorteil ist….Das Gedicht ist sehr schön ! Ich finde es auch traurig, daß Pflanzen, die dort wachsen, wo man sie nicht haben will, immer gleich weg müssen und viele Menschen nicht deren Schönheit und Nutzen sehen. Ich habe beschlossen, mir mehr „Unkraut“ auf den Balkon zu holen. Den Klee habe ich ja schon, letzte Woche habe ich Nesseln mitgenommen. Ich will mir noch Schafgarbe suchen….Wenn die einen Menschen Unkraut ausreißen, werde ich es anpflanzen ! So !
    Grüne und ermutigende Grüße ! (PS: das tolle ist, daß Unkraut sich nicht unterkriegen läßt, ha !!)

    Gefällt 6 Personen

    1. Mion sagt:

      Danke, danke für all das Lob von dir und allen anderen, ich habe nicht damit gerechnet, soviel positives Feedback zu bekommen. Umso erfreulicher ist es zu sehen, wie vielen Menschen unsere wirkliche! Natur am Herzen liegt. Schafgarbesamen könnten mit Ringelblumen reisen…

      Ich kämpfe für die Natur in meinem Garten! Weiterhin!

      Danke für die Ermutigung!!

      Grüne Grüße zurück von
      Mion

      Gefällt 2 Personen

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